Gesundheit und Impfungen
Mauritius - Gesundheit und Impfungen
Vorgeschriebene Impfungen
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet (u. a. Zentralafrika, Südamerika) gefordert.
Empfohlene Impfungen
• Tetanus / Diphtherie / Polio
• ggf. auch gegen Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln (MMR)
sowie der jeweils aktuelle
Influenzaschutz
• Hepatitis A
• Hepatitis B und Typhus bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition
Malaria
Es besteht ein sehr geringes Risiko. In ländlichen Gebieten soll vereinzelt noch eine Malariaübertragung möglich sein. Prinzipiell ist zu empfehlen, sich gegen Mückenstiche zu schützen, da auch andere von Mücken übertragene Viruskrankheiten (z. B. Chikungunya, Dengue-Fieber) so verhindert werden können. Eine medikamentöse Prophylaxe ist nicht erforderlich.
Chikungunya Fieber
Die im März 2006 auf mehreren Inseln des Indischen Ozeans und auch auf Mauritius epidemieartig aufgetretene, von Mücken übertragene Viruserkrankung ist abgeklungen und stellt zur Zeit kein Problem dar. Es muss jedoch auch in Zukunft mit einem erneuten Auftreten der Erkrankung, wie zur Zeit auf der Nachbarinsel La Reunion, gerechnet werden.
HIV / Aids
HIV / Aids ist weltweit verbreitet und stellt auch in Mauritius ein Problem und eine Gefahr für alle dar, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützter Geschlechtsverkehr, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen.
Magen- und Darmerkrankungen
Auf sorgfältige Hygiene bei Essen und Getränken sollte geachtet werden. Wasser sollte vor Benutzung zum Trinken, Zähneputzen, etc. abgekocht oder in versiegelten Flaschen gekauft werden. Zur Vorbeugung von Magen-/Darmerkrankungen wird empfohlen, auf den Verzehr von kalten Speisen, ungeschältem Obst, Speiseeis, Eiswürfel in Getränken und rohen Salaten zu verzichten. Essen Sie nichts, was man nicht braten, kochen oder schälen kann und schützen Sie Ihre Verpflegung vor Ungeziefer. Waschen Sie sich so oft wie möglich Ihre Hände mit Seife.
Bilharziose-Erreger
In Teichen, Seen und Flüssen können Bilharziose-Erreger vorkommen. Deshalb sollte das Schwimmen in diesen Gewässern vermieden werden. Ausreichend gechlorte und gepflegte Schwimmingpools sind jedoch unbedenklich.
Allgemeine Hinweise
Wegen Viruserkrankungen, die von Mücken übertragen werden (Malaria, Chikungunya, Dengue-Fieber) ist es prinzipiell ratsam, sich gegen Mückenstiche durch bedeckende Kleidung nach Sonnenuntergang, Moskitonetze oder Mückenschutzmittel zu schützen - auch wenn das Risiko einer Infektion sehr gering ist.
Schützen Sie sich auch vor übermäßiger Sonneneinstrahlung. Da die Sonne viel stärker ist als in Europa, ist ein hoher Lichtschutzfaktor unabdingbar. Einen Sonnenbrand bekommt man unter der Äquatorsonne auch, wenn man sich nicht der direkten Sonneneinstrahlung aussetzt. Gewöhnen Sie sich langsam an das veränderte Klima. Halten Sie sich anfangs im Schatten auf und tragen Sie eine Kopfbedeckung. Vermeiden Sie übermässigen Alkoholgenuss und achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (je nach körperlicher Anstrengung und Aussentemperatur bis zu 4 Liter mehr pro Tag).
Medizinische Versorgung
Die Medizinische Versorgung auf Mauritius ist gut, vor allem in den touristischen Regionen der Insel. Diese kann jedoch in der Peripherie im Einzelfall gelegentlich technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. Touristen haben die Wahl zwischen öffentlichen Krankenhäusern, die auch Touristen kostenlos behandeln, und Privatkliniken, in denen Sie deutlich höhere Standards geniessen. Die Leistungen müssen Sie jedoch bar bezahlen. Falls Sie sich in einer Privatklinik oder von einem privaten Arzt behandeln lassen, sollten Sie sich eine Quittung ausstellen lassen, damit Ihre Auslandskrankenversicherung den Betrag erstatten kann.
Der Abschluss einer weltweit gültigen Auslandsreisekrankenversicherung und einer zuverlässigen Reiserückholversicherung
wird dringend empfohlen. Entsprechende Angebote finden Sie z. B. bei der
Europäische Reiseversicherung AG (ERV)
Rosenheimer Str. 116
D-81669 München
Tel. +49 (0) 89 / 4166 - 1102 (Service Center Mo - Fr 8 - 20 Uhr, Sa 9 - 16 Uhr)
Fax: +49 (0) 89 / 4166 - 2717
Email: contact@reiseversicherung.de
Web: http://www.reiseversicherung.de
Denken Sie bei Ihrer Reise auch an eine gut ausgestattete Reiseapotheke, die unterwegs entsprechend den Temperaturen geschützt werden sollte (Kühlkette). Auch hierbei ist eine Beratung durch einen Tropenarzt oder Reisemediziner sinnvoll.
Das Angebot an Medikamenten in Apotheken (Pharmacy) entspricht europäischem Standard. In allen größeren Orten gibt es mindestens eine Apotheke, meist jedoch mehrere. Sie erkennen Sie an einem grünen Kreuz. In der Regel sind sie Mo - Sa 08.30 bis 19.00 Uhr bzw. 09.00 bis 19.30 Uhr geöffnet.
Gifttiere
In Mauritius muss man sich nicht vor giftigen Tieren fürchten. Man sollte jedoch, wie in allen tropischen Ländern, etwas vorsichtig sein. Grundsätzlich gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man sich setzt, wohin man sich legt und wohin man tritt.
Am Meeresstrand und im Flachwasser in der Nähe von großen Steinen, an Stellen mit schlammigem Sand sowie auf Riffen wird empfohlen, Badeschuhe zu tragen, da sich dort u. a. Steinfische im Sand oder zwischen Steinen verstecken können. Diese sind auf ihrem Rücken mit giftigen Stacheln ausgestattet. Trägt man Flossen oder feste Badeschuhe, können die Stacheln nicht bis in die Haut vordringen. Das Risiko, einem Steinfisch zu begegnen, ist jedoch gering. Wer dennoch gestochen wird, sollte schnell einen Arzt aufsuchen.
Bitte beachten Sie auch folgende Informationen:
Auswärtiges Amt Deutschland - Länderinformationen, Reise- und Sicherheitshinweise Mauritius
Aussenministerium Österreich - Länder- und Reiseinformationen Mauritius
Schweizerische Eidgenossenschaft - Reisehinweise für Mauritius
Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise sowie gesetzliche Vorschriften können sich jederzeit ändern. Diese Informationen werden regelmäßig nach verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Quellen aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für weitergehende Fragen und zur Beratung ist es sinnvoll, einen Tropenarzt bzw. einen Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung zu konsultieren.

